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Tulpenbrunnen und Eselsbrunnen

Tulpenbrunnen

Der Tulpenbrunnen befindet sich in Halle-Neustadt und wurde 1978 aus Naturstein, Edelmetall und Glas von Heinz Beberniß errichtet. Die Brunnenanlage ist etwa 500 cm hoch und der Beckendurchmesser beträgt ca 10m.

Heinz Beberniß  wurde 1920  in Halle (Saale) geboren. In den Jahren 1937 bis 1939 absolvierte er sein Studium an der Burg Giebichenstein bei Gustav Weidanz (Bildhauerei) und Herbert Post (Buch- und Schriftgestaltung). Des Weiteren besuchte er sowohl kunstgeschichtliche als auch anatomische Vorlesungen an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Seit 1947 ist Heinz Beberniß freischaffend in Halle (Saale) tätig. 

 

Der Künstler erhielt verschiedene Preise, u. a.:

1960                     Händelpreis
1971                     Kunstpreis der Stadt Halle
1972                     Kunstpreis Halle-Neustadt
1988                     Erdmannsdorf-Ehrenplakette der Stadt Dessau 
 
Eine weitere Arbeit im öffentlichen Raum der Stadt Halle (Saale) ist der 1979  erstellte „Ikarus" aus Bronze, Halle (Südpark).
 
Heinz Beberniß hat einen wichtigen Beitrag zur realistischen Bildhauerkunst im ehemaligen Bezirk Halle geleistet. Neben Akt, Gewandfigur und Porträts schuf er auch Denkmale sowie architektur- und raumbezogene Arbeiten sowie Tierplastiken. Unpathetische Menschlichkeit, lyrisches Verhaltensein und skurriler Humor kennzeichnen seine Werke (Statuetten, mittlere Formate und Großplastiken, auch Stelen, Brunnen und Gruppenskulpturen). Zu den Materialien mit denen der Künstler arbeitete, gehörten Marmor, Sandstein, Bronze und Aluminum.

 

Eselsbrunnen

Der Eselsbrunnen steht in der Innenstadt am Alten Markt. Er wurde vom Künstler Heinrich Keiling (1856-1940) erschaffen. Seine Schale wurde 1906 und die Figur 1913 errichtet. Der Brunnen ist eine Schale aus Stampfbeton mit Masken als Wasserspeiern am Rande. In der Mitte ragt eine Säule empor, auf deren Plattform die zierliche Gruppe "Der Esel, der auf Rosen geht" aus Bronze steht.Der Möbelkaufmann Martick stiftete 1905 für eine neue Anlage 3500 Mark als Austausch für einen 1868 aufgestellten Zinkbrunnen. Im Zuge der 1997 stattgefundenen Renovierung ist die 92 cm große Figur von Ulrich Seiblist restauriert worden. Das Brunnenbecken wurde von Peter Michael und Christoph Reichenbach restauriert.

Im 10. Jahrhundert wollte König Otto I. auf einer Reise durch die Stadt kommen und die Einwohner waren voller Vorfreude. Sie schmückten ihr Häuser und die Hauptstraße, die der König wohl wie alle Reisenden benutzen würde. Alles wurde schön herausgeputzt, Fahnen wurden aufgehängt, sogar Rosen auf die Straße gestreut. Dann stellten sich die Hallenser an den Straßenrand und warteten auf ihren König. Sie warteten lange und geduldig. Endlich sahen sie in der Ferne etwas kommen. Das musste der König sein! Schon erkannten sie sein Reittier. Doch als dies und sein Begleiter näher kamen, wurden die Gesichter der Hallenser länger und länger: Es war nur der Müllerbursche mit seinem Esel, der über die Rosen stapfte. Aber wo blieb der König?! Die Enttäuschung unter den Hallensern war groß, als sie erfuhren, was passiert war: Während sie – vermeintlich gut vorbereitet – auf das große Ereignis warteten, war der König längst durch den Ort hindurch gezogen. Allerdings hatte er eine andere Straße benutzt als die, an der die Hallenser auf ihn gewartet hatten. Und der König hatte sich gewundert, dass niemand ihn begrüßte. 

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