Die Ersten
Die Ersten
Halloren – die erste deutsche Schokoladenfabrik
Die Halloren Schokoladenfabrik AG aus Halle wurde 1804 das erste Mal erwähnt und ist somit die älteste bis heute produzierende Schokoladenfabrik Deutschlands. Das Unternehmen wurde von Friedrich August Miethe als Kakao- und Schokoladenfabrik gegründet, im Zuge des zweiten Weltkriegs wurde jedoch die Produktion von Süßwaren auf Zubehörteile für Flugzeugtragflächen umgestellt. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Produktion dann wieder aufgenommen, 1950 wurde das Unternehmen enteignet und in einen Volkseigenen Betrieb umgewandelt. 1952 änderte man dann den Namen des Unternehmens in Halloren in Anlehnung an die in Halle ansässige Bruderschaft der Salzwirker. Die Treuhandanstalt veräußerte die Halloren Fabrik dann 1992 an die Halloren Beteiligungsgesellschaft mbH aus Hannover. Noch heute werden in der 1896 erbauten Fabrik die Halloren hergestellt, die an die goldenen Knöpfe der Salzwirker erinnern sollen. Seit 2002 gibt es neben der Fabrik auch ein Schokoladenmuseum und 2007 wurde die gläserne Fabrik eröffnet, in der man alle Betriebsabläufe beobachten kann.
Dorothea Christine Erxleben – die erste promovierte deutsche Ärztin
Erxleben wurde 1715 in Quedlinburg geboren und starb dort 1762. Sie lernte bei ihrem Vater, der angesehener Arzt war und der sich auch bei Friedrich dem Großen dafür einsetzte, dass sie promovieren durfte, denn zunächst wurde ihr der Zugang zur Universität verwehrt. Doch 1754 reichte sie ihre Dissertation ein und bestand 1755 ihr Promotionsexamen in Halle mit Erfolg.
Elektrische Straßenbahn – das erste Straßenbahnnetz in Europa
Im April 1891 wurde die erste große innerstädtische elektrische Straßenbahnlinie eröffnet. Die Straßenbahnwagen wurden von der Allgemeinen Elektricitäts-Gesellschaft (AEG) nach den Patenten des Amerikaners Frank J. Sprague gebaut.
Kirchenbibliothek – die erste öffentliche evangelische in Deutschland
Die Marienbibliothek der Marktkirche Unser lieben Frauen gilt als die älteste und größte, ununterbrochen öffentlich zugängliche evangelische Kirchenbibliothek in Deutschland. Seit der Fertigstellung eines eigenen Bibliotheksgebäudes im Jahre 1610 wird sie ab 1611 durch einen vom Kirchenkollegium gewählten Bibliothekar verwaltet. Die Bibliothek beherbergt Schätze aus allen Gebieten der Wissenschaft des 15. bis 18. Jahrhunderts. Neben wertvollen Bibelausgaben und weiterer theologischer Werke, vor allem aus der Zeit der Reformation, sind seltene alte Drucke der Jurisprudenz, Medizin, Geschichte, Philosophie, Geographie, Astronomie, Astrologie, Physik, Chemie, Mathematik, aber auch der frühen Reiseliteratur und Flugschriften vorhanden.
Kaufhaus- und Konzerthallen-Neubau – die ersten die nach der Wende in den neuen Bundesländern entstanden
Die Galeira Kaufhof auf dem Marktplatz und die Händel-Halle waren einige der ersten Projekte, die man in Halle nach der Wende in Angriff nahm.
Das Veranstaltungshaus Georg-Friedrich-Händel-Halle ist eines der modernsten in ganz Mitteldeutschland und fungiert als Konzertsaal, auch für Musicals und Opern und als Kongresszentrum. Der modische Bau ist von Elementen aus Glas, Beton und Naturstein geprägt. Der Konzertsaal besteht vorwiegend aus Holz und besticht mit einer hervorragenden Akustik. Er fasst bis zu 1500 Besucher und ist extrem variabel, um allen Anforderungen gerecht zu werden.


