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In Wort und Tat für die Gesellschaft eintreten

OB Szabados: Vorschläge für "Das unerschrockene Wort" bis zum 15. Mai einreichen

Liebe Hallenserinnen, liebe Hallenser,

unsere Stadt gehört seit 1998 zu den 15 sogenannten Lutherstädten (Augsburg, Coburg, Eisenach, Erfurt, Heidelberg, Lutherstadt Eisleben, Lutherstadt Wittenberg, Magdeburg, Marburg, Schmalkalden, Speyer, Torgau, Worms und Zeitz). Diese Städte geben im Gedenken an den Reformator alle zwei Jahre einen Preis an Frauen und Männer, die „in Wort und Tat für die Gesellschaft, die Gemeinde, den Staat bedeutsame Aussagen gemacht und gegenüber Widerständen vertreten haben“. Der Preis „Das unerschrockene Wort“ ist mit 10.000 Euro dotiert und wird im kommenden Jahr in Heidelberg zum achten Mal übergeben.

In der Präambel des Preisstatuts heißt es: „In einem freiheitlichen demokratischen Gemeinwesen gehört das freie Wort zu den wichtigsten konstitutiven Elementen. Auch in einer Gesellschaft, in der die Meinungsfreiheit Verfassungsrang hat, gibt es vielerlei Gründe, Zwänge, Versuchungen und Hindernisse, die zu einer Einengung und damit letztlich zu einer Bedrohung der freien Meinungsäußerung führen können. Wenn aber Opportunitätsdenken, das Bemühen um Anpassung und Konformität und die Scheu vor vermeintlichen Autoritäten überhand nehmen, dann verkümmert der Mut, unüberhörbar das zu sagen, was möglicherweise unbequem ist, der vorherrschenden oder der obrigkeitlichen Meinung zuwiderläuft, aber um der Wahrheit und Wahrhaftigkeit willen ausgesprochen werden sollte.“
 
Bisher wurden Herr Prof. Dr. Richard Schröder (1996), Herr Prof. Dr. Hans Küng (1999), Frau Uta Leichsenring (2001), Frau Gertraud Knoll (2003), Herr Stephan Krawczyk (2005), Frau  Emel Abidin-Algan (2007) und Frau Andrea Repke (2009) mit dem Preis geehrt.

Wir sehen, es gibt Persönlichkeiten, die sich durch ihr unbedingtes Handeln für eine Sache engagieren und dabei auch vorherrschende Meinungen infrage stellen. Sicher sind Sie, liebe Hallenserinnen und Hallenser, solchen Menschen schon begegnet oder haben von ihnen gehört.

Bis zum September 2010 kann auch unsere Stadt eine Frau oder einen Mann für den Preis vorschlagen. Die Empfehlungen der einzelnen Städte werden dann im November 2010 von einer Jury, in der die Oberbürgermeister der beteiligten Städte sowie sechs weitere Juroren stimmberechtigt sind, bewertet, und der Preisträger bzw. die Preisträgerin wird ausgewählt.

Deshalb möchte ich Sie herzlich einladen, Ihren Vorschlag/Ihre Anregung für eine würdige Preisträgerin bzw. einen würdigen Preisträger bis zum 15. Mai 2010 mit Ihrer Begründung an das Kulturbüro, Marktplatz 1, 06108 Halle zu senden.

Ich bin sicher, mit Ihrer Unterstützung der Jury eine interessante Empfehlung geben zu können, und freue mich auf Ihre Vorschläge.

Mit freundlichen Grüßen

 

Ihre
Dagmar Szabados
Oberbürgermeisterin

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