Kolumnen
- Tun wir das Richtige, träumen wir das Mögliche - Neujahrskolumne der OB 2009
- Statement zum Ergebnis im Rechtsstreit über ein Nachtflugverbot (24.07.2008)
- ...um der Wahrheit und Wahrhaftigkeit willen (AB Nr. 13 vom 02.07.2008)
- Resümee ein Jahr im Amt (AB Nr. 09 vom 07.05.2008)
- ...mehr Zeit füreinander haben (AB Nr. 25 vom 19.12.2007)
- Dank der OB für die Glückwünsche zu ihrem 60. Geburtstag (AB Nr. 23 vom 21.11.2007)
- Mission Olympic – Deutschlands aktivste Stadt gesucht (AB Nr. 21 vom 24.10.2007)
- Statement für Wirtschaftsspiegel Sachsen-Anhalt, Landesspecial 2007
- Halle hat für 2007 einen wirksamen Haushalt (AB Nr. 16 vom 15.08.2007)
- Damit es mit unserem Halle weiter vorangeht... (AB Nr. 09 vom 09.05.2007)
Tun wir das Richtige, träumen wir das Mögliche
Neujahrskolumne der OB (07.01.2009)
Liebe Hallenserinnen und Hallenser!
Für das Neue Jahr wünsche ich uns allen einen guten Start, Mut und Zuversicht und natürlich – das steht immer an erster Stelle – Gesundheit!
Wir haben sehr viel vor, und ich bin sicher, dass wir gemeinsam unsere Ziele erreichen werden.
Stand schon das Jahr 2008 mit den Händel-Festspielen, dem Internationalen Festival „Theater der Welt“, der offiziellen Ernennung der Leopoldina zur Nationalen Akademie der Wissenschaften und dem kulturellen Themenjahr rund um die „Zeit“, ganz im Zeichen von Wissenschaft und Kultur, so wird auch das Neue Jahr wieder reich an kulturellen Höhepunkten sein.
Die Händel-Festspiele 2009 stehen unter der Schirmherrschaft unseres Herrn Bundespräsidenten und des britischen Königshauses, das wird weltweite Aufmerksamkeit auf unsere Stadt lenken.
Mit der Einweihung der neuen Moritzburg, die nun eine Gesamtschau der Moderne mit Hermann Gerlingers wunderbarer „Brücke“-Sammlung bietet, erwartet dieser Leuchtturm kulturellen Schaffens Besucher aus aller Welt. Ja, die FAZ hat Recht: „So soll man bauen, so soll man ausstellen. Es ist höchste Zeit, dass die wiedervereinte Nation die seit der Wende so oft verkannte ´graue Diva´ Halle als Stadt der Künste zur Kenntnis nimmt.“
Die Theater, Oper und Orchester GmbH wird im Frühjahr ihre Arbeit aufnehmen und die Kräfte aller Akteure bündeln. Halle ist und bleibt eine Kulturstadt. Wir werden das hohe Niveau bewahren und dieses bezahlbar machen. Unser Technologiepark weinberg campus wird seine großartige Erfolgsgeschichte weiter schreiben. Das Technologie- und Gründerzentrum bietet 130 vor allem jungen start ups viele Chancen. Polymer-Forschung, Photovoltaik, Biotechnologie, Multimedia: Das sind die spannenden Projekte der Zukunft!
Die Martin-Luther-Universität, die Leopoldina als Nationale Akademie der Wissenschaften, die Franckeschen Stiftungen, andere universitäre und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und die „Burg“ werden noch stärker als bisher zusammenarbeiten und sich – wie es treffend heißt – „vernetzen“.
Auch im Neuen Jahr bleibt die Haushaltskonsolidierung fest im Blick. Hier gilt die Maxime „Kleiner, stringenter und effektiver“. Das „Kleid muss passen“. Dabei werden wir das Kind nicht mit dem Bade ausschütten, sondern – auch angesichts der Finanzkrise – mit Augenmaß agieren. Unsere Stadträte, die von Ihnen frei gewählten Interessenvertreter, werden genauso wie ich selbst und meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, über die Parteigrenzen hinweg das Wohl der ganzen Stadt im Auge behalten. Nur so wird auch 2009, das Jahr, in dem Sie Ihren Stadtrat wieder wählen, ein gutes Jahr.
2008 hat uns gezeigt, dass neue Erfolgsmodelle zusehends greifen. Neue Ideen, wie z. B. Kindertagesstätten und Schulen schnell und gut für die Zukunft unserer Kinder saniert werden können, schaffen Grundlagen für gute Bildung und Ausbildung, den wichtigsten Rohstoff, den wir besitzen und den wir mehren müssen.
Zur gesellschaftlichen Verantwortung gehört unverändert ein klares Bekenntnis zu den Werten unserer Demokratie. Null-Toleranz für braunes Gedankengut! Dieser Ungeist muss konsequent bekämpft werden. Hier tut Aufklärung – vor allem in den Schulen – not.
Das Jahr 2009 ist auch ein Jahr des Rückblicks auf die mutigen „Schritte zur Freiheit“, die vor 20 Jahren die friedliche Revolution und den Fall der Mauer erstritten. Darauf können und sollen wir stolz sein.
Liebe Hallenserinnen und Hallenser, bei Goethe heißt es:
„Was immer du tun kannst oder erträumst zu können, beginne es jetzt.“
Tun wir das Richtige, träumen wir das Mögliche und beginnen wir jetzt!
Herzlichst
Ihre
Dagmar Szabados
Oberbürgermeisterin



