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Nachgefragt

Was ist eigentlich so reizvoll am Job einer Oberbürgermeisterin,  was eher nicht?

Ich kann etwas für unsere Menschen tun! Es ist ein schönes Gefühl, wenn ein Altenheim, ein Kindergarten oder eine Schule saniert ist, und die Leute sich wohlfühlen. Glücklich bin ich über jeden „1. Spatenstich“, denn das bedeutet Aufträge für Unternehmen und Arbeit für die Menschen und einen weiteren Schritt vorwärts im Strukturwandel und bei der Stadtsanierung. Probleme habe ich mit Menschen, die selbst kaum etwas für die Allgemeinheit tun, aber viel diskutieren und meckern, wenn etwas nicht sofort gelingt. Gott sei Dank sind Miesmacher die Ausnahme.

 

Angenommen, es gäbe keinerlei politische oder finanzielle Zwänge, was würden Sie in Halle als erstes ändern?

Das Geisteswissenschaftliche Zentrum auf der Spitze bauen, eine Kunsthalle, ein neues Stadion ... mir fiele noch einiges ein! Unbedingt noch mehr in Bildung, auch die kulturelle, musische und sportliche Bildung, vor allem der Kinder und Jugendlichen investieren! Mein Traum sind Kindergärten und Schulen, in denen motivierte, engagierte Kindergärtnerinnen und Lehrer das Lernen von Anfang an so gestalten können, dass alle Kinder gern dort sind. Für die Senioren würde ich junge Leute engagieren, die Zeit für sie haben. Das ist sowohl für die Jungen wir für die Alten eine Bereicherung. Und ich würde Halle wachsen lassen, um mit Leipzig und Merseburg zusammen als potentester, innovativster Wirtschaftsraum in Europa zu wirken.

 

Wie schätzen Sie das Verhältnis zwischen jungen und alten Hallensern ein?

Ich glaube, die letzten Jahre haben uns etwas gebracht, den Blick geweitet. „Halle an der Saale - Antworten aus der Provinz“ unter dieser Überschrift diskutierten wir im Jahr 2000 über die Kinder in unserer Gesellschaft, 2003 wandten wir uns dem Thema „Alter“ zu. Dabei immer auf der Suche nach Antworten, wie in Halle an der Saale ein kulturvolles Zusammenleben gelingen kann. Eine Antwort lautet: Verständnis füreinander und Toleranz miteinander.

 

Welche Pläne haben Sie für die Zukunft?

Als Oberbürgermeisterin von Halle an der Saale will ich die Zukunft unserer Stadt aktiv entwickeln. Schritt für Schritt alle Kindergärten und Schulen sanieren und mithelfen, dass Schüler zeitig Kontakt zu Betrieben bekommen, damit sie bessere Chancen hinsichtlich Ausbildung und Arbeit haben.

 

Was macht Dagmar Szabados, wenn sie mal einen Tag frei hat?

Am liebsten verbringe ich viel Zeit mit meinen Enkeln. Dann werkele ich im Garten, mache eine Radtour oder fahre in eine Therme und lasse dort die Seele baumeln.

 

Wo verbringen Sie am liebsten Ihren Urlaub?

Immer noch sehr gerne in Ungarn.

 

Was schätzen Sie bzw. was stört Sie an anderen Menschen?

Ich schätze Ehrlichkeit, Kreativität und konstruktive Kritik. Mich stört Besserwisserei, Miesmacherei und „Kleinkariertheit“.

 

Was beflügelt Sie?

Ein gutes Gespräch.

 

Wenn Sie Zeit zum Kochen finden, was landet dann vorzugsweise im Topf?

Vegetarische Kost , z. B. Aufläufe mit Gemüse der Jahreszeit, und dabei experimentiere ich gerne.
Kochen macht mir Spaß, darf aber auch nicht zu lange dauern!

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