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Signet Standort Saline-Insel Standort 4: Saline-Insel - Brückenschlag

Schrägluftbild Saline
Die Saline-Insel. Blick nach Nordwesten
(in der Bildmitte die Magistrale)

Der Ort

Durch den Ausbau von Halle-Neustadt wurde die landschaftlich reizvolle Salineinsel, westlich der Altstadt gelegen, zur geographischen Mitte der neuen Doppelstadt. Die auf der Saline angesiedelte Salzproduktion war über Jahrhunderte das industrielle Wirtschaftszentrum vor den Toren der Stadt. Die größte Saale-Insel der Stadt misst etwa einen halben Kilometer in der Breite und zwei Kilometer in der Länge. Von der Brücke der Hochstraße, der Mansfelder Straße und dem heute leer stehenden, ehemals größten Warenhaus der Stadt ist sie mehrfach durchschnitten und nicht mehr als einheitlicher Raum erlebbar. Die Barrieren entstanden ausschließlich im Zusammenhang mit der Versorgung und Erschließung von Neustadt. Die Erschließung der Insel selbst ist dagegen unterentwickelt. Ihr Potenzial als attraktiver Standort mitten in der Stadt konnte sich nicht richtig entfalten. Symptomatisch sind die Brachen am Sophienhafen. Auch die Wiederbelebung des historischen Salinen-Ensembles kam bisher nicht voran trotz der geglückten Sicherung der Großsiedehalle und einer erfolgreichen Ausstellung zur Stadtentwicklung 2006.


Das Thema

Historischer Saalekahn am Standort des neuen Stadthafens an der ElisabethsaaleSeit langem ist es erklärtes Ziel der Stadt, die Insel durch einen Mix aus Wohnen am Fluss, Freizeit, Kultur und Gewerbe zu einem Bindeglied der beiden Hallenser Stadthälften zu machen. Die unzerstörten Naturräume, das Freibad, der alte Gasometer und vor allem das historische Ensemble um das Salinemuseum sind wichtige, bereits jetzt genutzte Stärken des Standorts. Aber ohne öffentliche Vorleistungen zur Verbesserung der Infrastruktur werden die Pläne nicht wirken und die notwendigen privaten Investitionen kaum mobilisiert werden können. Das gilt vor allem für den Nordteil der Insel auf dessen Höhe sich Neustadt und Altstadt am nächsten liegen.
Eine Vernetzung der Saline mit den beiden Stadthälften kann dafür sorgen, dass die Insel doppelt profitiert und die Doppelstadtteile ihrerseits von einer attraktiven Salineinsel profitieren. Aussichtsreich ist die Chance, dass das vor allem östlich der Saale beheimatete Kulturleben über die Saale „schwappen“ kann. Thema ist somit, mit Hilfe kurzfristig realisierbarer Infrastrukturmaßnahmen den Standort aufzuwerten.

Die Fragen

  • Welche Maßnahmen sind der Schlüssel dafür, die Insel in ein touristisches Gesamtkonzept einzubeziehen, das neben dem Wassertourismus auch den Kulturtourismus im engen Kontext mit der Altstadt fördert?
  • Welche Initiativen und Nutzungen sind Erfolg versprechend, um eine dauerhafte Wiederbelebung der historischen Bauten zu sichern?


Das IBA-Projekt

Eine neue Saalebrücke für Fußgänger und Radfahrer in Höhe der Franz-Schubert-Straße soll dafür sorgen, dass der Nordteil der Insel direkt mit der Altstadt verknüpft wird. Fußgängern und Radfahrern werden damit zwischen Marktplatz und Salinenensemble neue Rundwege angeboten. Eine gute Vernetzung der Brücke mit vorhandenen und neuen Wegen – insbesondere mit dem Saale-Radwanderweg – ist wichtiger Projektbestandteil.
Die Planungen für eine Schrägseilbrücke in Höhe der Franz-Schubert-Straße liegen inzwischen vor. Die planungsrechtliche Absicherung soll 2009 mit einem Planfeststellungsverfahren abgeschlossen werden.
Realisierung: 2010 bis 2012


Entwurf Saalebrücke für Fußgänger und Radfahrer von der Altstadt zur Saline

Brückenschlag zur Altstadt: die neue Salinebrücke (die Fotomontage zeigt den inzwischen überarbeiteten Stand 2006) Bildrand oben: ehemaliges Warenhaus und Salinenensemble. Unten rechts: Saline-Freibad.


Plan Brückenschlag zwischen Saline-Insel und Altstadt mit Schwerpunkten Kultur und Freizeit

Plan vernetzte Projekte auf der Saline-Insel1 Stadthafen (IBA-Projekt)
2 Salinebrücke (IBA-Projekt)
3 Badeingang
4 Salinenensemble (Science Center)
5 Warenhaus (Kultur, Zwischennutzung)
6 Gasometer (Theater)
















Am 18. April 2010 wurde der Stadthafen von vielen Hallensern eingeweiht und zugleich das Abschlussjahr der IBA 2010 in Halle eröffnet.
Am 18. April 2010 wurde der Stadthafen von vielen Hallensern eingeweiht und    zugleich das Abschlussjahr der IBA 2010 in Halle eröffnet.

Ein kleiner Stadthafen an der Elisabethsaale wurde im April 2010 eröffnet, mit öffentlichem Bootsanleger für Wasserwanderer und Jachten. Es entstehen Dauerliegeplätze für historische Großboote der Stadt und ergänzenden Servicestationen. Er ist das zentrale touristische Angebot der Stadt Halle im Rahmen der Initiative des Landes Sachsen-Anhalt zur Entwicklung des Wassertourismus „Blaues Band“.

Die öffentlichen, nicht vereinsgebundenen Anlegemöglichkeiten erschließen Insel und Stadt für ein völlig neues Besucherklientel.

Die „Jugendwerkstatt Frohe Zukunft“ ist Betreiber des Stadthafens und wurde in die Umsetzung der Baumaßnahme eingebunden. Langfristig soll hier eine weitere Saalebrücke die direkte Verbindung nach Neustadt herstellen.
Ein neuer öffentlicher Weg entlang des Sophienhafens samt einer kleinen Brücke über den unscheinbaren Kotgraben soll die Anbindung des Stadthafens an die neue Saalebrücke und die Altstadt sichern.
Realisierung: 2008 - 2010

Ergänzende Projekte

Das Umfeld des Salinen-Ensembles soll aufgewertet werden durch Gestaltung des Saaleufers (inkl. Verlegung des Parkplatzes) und des Eingangsbereiches zur Mansfelder Straße.

Adresse schaffen: Modell des neuen Einganges zum Saline-Freibad (Arch. M. Dreßler, Halle)

Das Saline-Freibad und der „Hallorenpark“ erhalten ein neues Eingangsbauwerk als Ersatz für den dringend sanierungsbedürftigen Bestand. (Bild vom Ausgangsentwurf, Architekt M. Dreßler)
Realisierung: 2009-2010

Der instandgesetzte Gasometer: Schauplatz für das Theaterfestival Theater der Welt im Juni 2008Der Gasometer im Süden der Insel wurde 2008 mit privater Unterstützung und Maßnahmen der Arbeitsförderung als Ort für Freilichtveranstaltungen hergerichtet. Den Anfang machte das erfolgreiche Festival „Theater der Welt“ im Juni 2008. Im selben Jahr wurden auch in dem damals noch leer stehenden Warenhaus an der Mansfelder Straße Theater und Ausstellungen inszeniert.

Ein interdisziplinärer Studenten-Wettbewerb zum historischen Salinenensemble sammelte 2008 erste Ideen für ein „Science Center“. Mit Hilfe der Ergebnisse sollen Kooperanten aus Wirtschaft und Forschung gewonnen werden, um eine stufenweise Umsetzung zu ermöglichen. Ein 2010 gegründeter Verein „Hallesches Salinemuseum“ will dazu konkrete Initiativen ergreifen und später auch die Trägerschaft übernehmen.

Ein Science Center im Salinen-Ensemble. Vorschlag aus dem Ideenwettbewerb 2008 (Innenraum Großsiedehalle, S. Kluth / D. Schuhmann)
Vorschlag für eine Gestaltung der Großsiedehalle

Weiterführende Links

Interner LinkAusstellung WandelHalle 2006 in der Großsiedehalle


Aktuelles

Aktuelles unter News und Termine.


 
Logo IBA Stadtumbau 2010

Standort

Salineinsel
06112 Halle (Saale)

zum Stadtplan


Ansprechpartner

Projektbetreuung Stadt Halle
Simone Trettin
Telefonnummer: 0345 221-4743
Faxnummer: 0345 221-6277
eMail Adressesimone.trettin@halle.de

Ulrike Neubert
Telefonnummer: 0345 221-6273
Faxnummer: 0345 221-6277
eMail Adresseulrike.neubert@halle.de

 

Planung Stadthafen
Kreikenbaum + Heinemann
Architekten und Ingenieure GmbH & Co KG
Telefonnummer: 0421 3762207eMail AdresseInfo@KundH.eu

Betreiber Stadthafen
Jugendwerkstatt "Frohe Zukunft"
Steffen Kohlert
Telefonnummer: 0345 5220281
eMail Adresseinfo@jw-frohe-zukunft.de

Planung Brücke
Architekturbüro Uwe GraulTelefonnummer: 0345 3880968
eMail Adressemail@graul-architekten.de

Planung Badeingang
Dreßler Architekten
Telefonnummer: 0345 2025303eMail Adressemail@dressler-architekten.de

Gasometer
LA Därr
Telefonnummer: 0345 55581-0
eMail Adressefeiraum@la-daerr.de

Wettbewerb Science Center
Kulturbüro der Stadt Halle
Detlef Stallbaum
Telefonnummer: 0345 2127916
eMail Adressedetlef.stallbaum@halle.de











 
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